Umwelt
Energienutzung
Auswirkungen, Risiken und Chancen
Energienutzung umfasst den Energieverbrauch sowie den Energiebezug des Immobilienportfolios. Sie beinhaltet Aktivitäten während des Betriebs, z. B. das Heizen oder die Warmwasseraufbereitung. Die Energie hierzu sollte möglichst aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne, Wind, Wasser oder Erdwärme stammen. Weiter unterstützen Energiemanagementsysteme zur Optimierung der Gebäudetechnik eine effiziente Energienutzung.
Ein Rückgang des Energieverbrauchs sowie eine Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energieträgern können die Auswirkungen auf die Umwelt, insbesondere auf das Klima, reduzieren. Operative und investive Massnahmen im Bereich der Energienutzung können zudem die Nebenkosten der Mieten beeinflussen. Finanzielle Risiken ergeben sich durch Investitionskosten für neue Technologien und durch mögliche regulatorische Änderungen, die sich jeweils negativ auf die Rentabilität auswirken können. Sind diese Investitionen unzureichend, kann das zu einem Rückgang von Verkehrswerten führen. Eine bessere Energienutzung bietet jedoch auch Chancen. Mit umweltbewussten Energiekonzepten in Entwicklungs- und Modernisierungsprojekten kann PLAZZA von Kosteneinsparungen durch Energieeffizienz, einer geringeren Abhängigkeit von Energiepreisen, einer positiven Marktpositionierung und einem Zugang zu staatlichen Förderungen profitieren. Verkehrswerte können davon ebenfalls positiv beeinflusst werden.
Energieverbrauchsdaten
Seit 2024 stellt die PLAZZA AG die Energie- und CO₂-Verbräuche anhand der standardisierten Energiebilanz nach REIDA dar.

Die Tabelle weist einen Anstieg des totalen Energieverbrauchs von 8 390 MWh im Vorjahr auf 12 839 MWh im Jahr 2025 auf. Dieser Anstieg ist auf die beiden neuen Liegenschaften innerhalb des Bestandesportfolios in Affoltern am Albis und in Crissier zurückzuführen. Die Energieintensität verzeichnet einen geringfügigen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (0,1 MWh). Der Mieterstrom verzeichnet einen Anstieg um 652 MWh im Vergleich zum Vorjahr (rund 27 %), was ebenfalls auf die beiden neuen Liegenschaften innerhalb des Bestandesportfolios zurückzuführen ist.

Tabelle 2 weist den detaillierten Verbrauch nach Energieträger aus. Nach REIDA ist der Verbrauch von Umweltwärme (Wärme, die durch Wärmepumpen aus der Umwelt bezogen wird) ebenfalls in der Energiebilanz auszuweisen.
Managementansatz
PLAZZA verfolgt einen Energie-Absenkpfad (s. Abbildung 2 auf Seite 38*) und setzt dabei Programme und Massnahmen in den Bereichen Energiequelle und -effizienz um. Bei Neubau- oder Sanierungsprojekten werden die Energieträger ausgewählt, die unter Berücksichtigung von Ökologie, Wirtschaftlichkeit und Risiken am besten geeignet sind. Im Bestand werden regelmässige Zustandsanalysen als Vorbereitung für zyklische Instandhaltungsmassnahmen durchgeführt. Damit lassen sich Objektstrategien überprüfen, Massnahmen hinsichtlich Steigerung der Energieeffizienz ableiten und Betriebsoptimierungen vornehmen.
Im Zentrum des Risikomanagements im Bereich der Energienutzung des Bestandesportfolios steht die periodische Überprüfung und Anpassung der Objektstrategie je Liegenschaft. Das Ergebnis ist eine mittelfristige Roadmap mit einer Massnahmenplanung, aus der eine Projektplanung abgeleitet wird. Die Minimierung der Risiken erfolgt schliesslich im Rahmen des Projektmanagements. Über die Roadmap hinaus wird die langfristige Finanzplanung periodisch aktualisiert.
Die Objektstrategie legt auch die Zeitpunkte für geplante Nachrüstungen mit Photovoltaikanlagen (nachfolgend PV-Anlagen) sowie für Zertifizierungen von Liegenschaften fest. Für den heutigen Bestand ist dafür eine schrittweise Umsetzung geplant mit dem Ziel, dass im Jahr 2028 Liegenschaften, die zusammen rund 85 % der nutzbaren Flächen umfassen, mit PV-Anlagen nachgerüstet bzw. nach SNBS zertifiziert sind. Hierfür sind wiederkehrende Überprüfungen und die planmässige Umsetzung der Objektstrategien nötig.
Bei den Neubauprojekten setzt PLAZZA weiterhin, wie bereits im letzten Jahrzehnt, ausschliesslich auf Erd- und Fernwärme. PV-Anlagen sind bei Neubauten inzwischen ebenfalls Standard bei PLAZZA. Es ist geplant, künftige Neubauten möglichst nach SNBS oder SGNI zu zertifizieren.
Um die Entwicklung entlang der Absenkpfade zu überwachen, werden Ergebnisse der Betriebsoptimierungen sorgfältig analysiert und Zustandsanalysen sowie Objektstrategien periodisch überprüft bzw. aktualisiert. Als Grundlage des kontinuierlichen Vergleichs mit den geplanten Absenkpfaden dienen auch die Daten zur Energienutzung, die jährlich erhoben und innerhalb der REIDA-Systematik einem Benchmarking unterworfen werden.
Entwicklungen 2025
Im Jahr 2025 konnte PLAZZA den Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung im Portfolio weiter voranbringen. Nach dem Aufbau der ersten Photovoltaikkapazitäten im Vorjahr mit 424 kWp in der Liegenschaft «Im Glattgarten» in Wallisellen und 728 kWp in der Liegenschaft «L’Orée» in Crissier wurde die PV-Leistung im Berichtsjahr weiter erhöht. Zu den bestehenden Anlagen in Wallisellen und Crissier kam eine zusätzliche Anlage auf dem Gebäude Giesshübelstrasse 40 mit 53 kWp hinzu. Damit wächst das PV-Portfolio schrittweise und trägt zunehmend zur Eigenversorgung mit erneuerbarem Strom bei.
Mit der vollständigen Integration der Liegenschaften in Crissier und Affoltern am Albis in das Portfolio wird zudem eine Verbesserung der Energieeffizienz im zeitlichen Verlauf erwartet. Beide Liegenschaften nutzen Fernwärme. Auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität wurde im Berichtsjahr fortgesetzt. Die Zahl der Parkplätze mit Ladestationen wurde bis zum 31. Dezember 2025 auf 84 erhöht (31.12.2024: 70).
Energie-Absenkpfad
Der Energie-Absenkpfad in Abbildung 2 zeigt den geplanten Verlauf der Energieintensität bis ins Jahr 2050.

Der Absenkpfad dient als Planungsinstrument und wird jährlich überprüft. Im Berichtsjahr wurden dabei die neuen Liegenschaften aus der Akquisition der A. Schönbächler & Co AG in Affoltern am Albis erstmalig berücksichtigt. Auch wurde deutlich, dass die angestrebte Reduktion der Energieintensität der im Vorjahr in Betrieb gegangenen Liegenschaft in Crissier erst über einen längeren Zeitraum erreicht werden kann, sodass der aktualisierte Absenkpfad etwas flacher verläuft.
Klimaschutz
Auswirkungen, Risiken und Chancen
Unter Klimaschutz im Kontext der Erderwärmung versteht PLAZZA die Reduktion von klimaschädlichen Emissionen – insbesondere von CO₂ – entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies umfasst die Emissionen, die bei der Herstellung von Baumaterialien oder während der Bautätigkeiten entstehen, sowie jene aus dem Betrieb des Immobilienportfolios und aus den eigenen Betriebsaktivitäten wie der Verwaltung.
Der Gebäudesektor verursacht rund ein Viertel der Schweizer Treibhausgasemissionen und trägt damit zum Klimawandel bei. Neben Energieeffizienzmassnahmen und dem Bezug erneuerbarer Energien kann der Ausstoss klimaschädlicher Emissionen durch emissionsärmere Baumaterialien sowie die Unterstützung einer nachhaltigen Mobilität vermindert werden. Eine verstärkte Nachfrage von PLAZZA nach erneuerbarer Energie, z. B. nach Fernwärme, wirkt sich positiv auf die Transformation der lokalen Energiesysteme aus.
Klimaschutzmassnahmen können jedoch bei Neubauten oder bei Sanierungen von Bestandesgebäuden hohe Kosten verursachen und damit die Wirtschaftlichkeit reduzieren. Regulatorische Vorgaben können allenfalls dazu führen, dass Klimaschutzmassnahmen im Bauzyklus vorgezogen werden müssen und so die Wirtschaftlichkeit beeinträchtigt wird. Andererseits kann ein vorausschauendes Engagement für den Klimaschutz zu günstigeren Finanzierungsbedingungen führen und die Reputation von PLAZZA stärken.
CO2-Fussabdruck
Die Treibhausgasemissionen werden analog zu den Energiekennzahlen anhand der standardisierten CO₂e-Bilanz nach REIDA ausgewiesen (Tabelle 3). Dabei werden diese danach kategorisiert, wo sich die Emissionsquelle in der Wertschöpfungskette befindet.
Direkt durch PLAZZA verursachte Emissionen werden im Scope 1 bilanziert, während indirekte Emissionen durch die Hersteller von eingekauftem Strom oder Fernwärme im Scope 2 eingeteilt sind. Des Weiteren hat PLAZZA ausgewählte sonstige indirekte Treibhausgasquellen ermittelt, die Scope-3-Emissionen verursachen. Dabei handelt es sich einerseits um Treibhausgase, die in der vorgelagerten Lieferkette für die Bereitstellung
von Energieträgern wie Heizöl und -gas oder durch Netzverluste bei der Strom- und Fernwärmeversorgung anfallen (Scope 3.3). Andererseits führen Beheizung und Betrieb (Beleuchtung, Belüftung etc.) der Liegenschaften durch die Mieterschaft zu nachgelagerten Treibhausgasausstössen (Scope 3.13).
Biogene CO₂-Emissionen, die z. B. durch die Verbrennung von Biomasse zur Gewinnung von Fernwärme oder zur Produktion von Elektrizität entstehen, gelten als erneuerbar, da dieselbe Menge Treibhausgase bei der Entstehung von Biomasse aus der Luft gebunden wird. Diese Emissionen werden daher ausserhalb der Scopes bilanziert («Out-of-scope biogen»).

Die Treibhausgasintensität des PLAZZA-Portfolios hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziert und beträgt im Jahr 2025 6,1 kgCO₂e/m² EBF (2024: 6,4 kgCO₂e/m² EBF). Diese Reduktion lässt sich auf den signifikanten Anstieg des Anteils Fernwärme im Portfolio, eine Reduktion des Erdgasverbrauchs und eine leichte Dekarbonisierung des Schweizer Fernwärme- und Strommixes zurückführen.

Die fossilen Energieträger machten im Jahr 2025 einen Anteil von 28 % der gesamten Emissionen aus, eine Reduktion um 17 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.
Managementansatz
PLAZZA hat sich für alle Liegenschaften das Ziel Netto-Null bis 2050 gesetzt. Die aktuelle Treibhausgasintensität beträgt rund 6,1 kgCO₂e pro Quadratmeter Energiebezugsfläche und Jahr. Dabei wird bis Anfang der 2030er-Jahre eine Absenkung im Bestand auf weniger als 4,5 kg CO₂e pro Quadratmeter Energiebezugsfläche und Jahr angestrebt.
Die geplanten Vorhaben bei bestehenden Gebäuden im Rahmen von zyklischen Sanierungen und Betriebsoptimierungen sind in den Objektstrategien festgehalten. Hinzu kommen künftige Entwicklungsprojekte, die voraussichtlich zur Verbesserung der Effizienz beitragen werden. Es werden die Zertifizierungen SNBS/SGNI für möglichst alle Entwicklungen sowie bis 2028 für rund 85 % der nutzbaren Flächen angestrebt.
Im Jahr 2025 wurde die erste Liegenschaft «Im Glattgarten» in Wallisellen nach dem Standard SGNI zertifiziert, wobei die Zertifizierungsstufe Gold erreicht wurde. Stand 31.12.2025 sind somit 16 % der aktuellen Bestandsflächen zertifiziert.
Um den Fortschritt in Richtung Netto-Null zu überwachen, werden die Objektstrategien jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Ausserdem wird das regulatorische Umfeld laufend beobachtet. Energieverbrauch und CO₂-Emissionen in bestehenden Liegenschaften werden erhoben, und die Umsetzung der Zertifizierungen wird überwacht. Weitere Ausführungen zur Umsetzung der Klimastrategie finden sich im Klimabericht auf den Seiten 62–65*.
Entwicklungen 2025
Im Berichtsjahr wurden Betriebsoptimierungen in den beiden Liegenschaften in Crissier («Arcade» und «L’Orée») abgeschlossen, die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität wurde weiter ausgebaut und die zweite im Bestand nachgerüstete PV-Anlage in Betrieb genommen.
Für die Liegenschaften «Im Tiergarten» und im Entwicklungsprojekt in Regensdorf wurden im Rahmen der SNBS-Zertifizierungen Ökobilanz-Berechnungen vorgenommen. Dies betrifft unter anderem Emissionen durch die Herstellung, den Betrieb und die Mobilität. In der Scope-3-Bilanz dieses Berichts sind diese Emissionen noch nicht integriert.
CO2-Absenkpfad
Der CO₂-Absenkpfad in Abbildung 3 zeigt den geplanten Verlauf der CO₂e-Intensität bis ins Jahr 2050.

Die prognostizierte Abnahme der CO₂e-Intensität in den nächsten Jahren ist analog zum Energie-Absenkpfad auf Entwicklungsprojekte und Sanierungen zurückzuführen. Der Absenkpfad dient als Planungsinstrument und wird jährlich überprüft. Im Berichtsjahr wurden dabei die neuen Liegenschaften aus der Akquisition der A. Schönbächler & Co AG in Affoltern am Albis erstmalig berücksichtigt. Auch wurde deutlich, dass die angestrebte
Reduktion der Energieintensität der im Vorjahr in Betrieb gegangenen Liegenschaft in Crissier erst über einen längeren Zeitraum erreicht werden kann, sodass der aktualisierte Absenkpfad bei gleichem Ziel etwas flacher verläuft. Weitere Details zur Berechnungsmethodik sind in der folgenden Methodik-Box zu finden.
Methodik-Box
Die Energie- und Treibhausgasintensität wurden auf Basis der Energieverbräuche der jeweiligen Liegenschaften ermittelt. Im Zuge der Datenerhebung wurde hierbei auf Energieverbrauchsdaten aus Nebenkostenabrechnungen, Rechnungen und Abfragen bei den jeweiligen Energieversorgern zurückgegriffen. Seit dem Jahr 2024 berichtet PLAZZA nach dem schweizweit anerkannten REIDA-Standard, nach dem die Energieverbräuche auf Basis Akkumulierter Temperaturdifferenzen (ATD) nach REIDA korrigiert werden. Die Umrechnung der vermiet baren Fläche auf die Energiebezugsfläche wurde ebenfalls nach den REIDA-Umrechnungsfaktoren berechnet. Die Absenkpfade wurden auf Basis der aktuellen Einschätzungen von PLAZZA zu Entwicklungsprojekten und Sanierungsmassnahmen im Zeitablauf berechnet. In weiteren Szenarien wurden auf Basis der Lebensdauer der Bauteile weitere Sanierungsmassnahmen bis 2050 definiert und mit PLAZZA abgestimmt. Die langfristige Finanzplanung und die Planwerte für Entwicklungsliegenschaften wurden dieses Jahr aktualisiert, wodurch sich die Absenkpfade im Vergleich zum Vorjahr leicht verändert haben. Das PLAZZA-Portfolio erreicht im Jahr 2050 das Netto-Null Ziel unter der Annahme, dass alle Liegenschaften mit Fernwärme oder mit Wärmepumpen beheizt werden und der schweizweite Strom- und Fernwärmemix komplett dekarbonisiert ist.
pom+Consulting AG
Ressourcenverbrauch
Auswirkungen, Risiken und Chancen
Beim Ressourcenverbrauch spielen insbesondere die verwendeten Baumaterialien und anfallenden Abfälle im Rahmen von Entwicklungsprojekten, der Bewirtschaftung von Bestandesliegenschaften und des Betriebs eine entscheidende Rolle. Geringer ist der Einfluss von PLAZZA beim Wasser- und Stromverbrauch sowie beim Abfallaufkommen durch die Mietenden, da diese Faktoren hauptsächlich von deren Verhalten abhängig sind.
In der gesamten Wertschöpfungskette von Immobilienunternehmen entstehen durch Ressourcenverbrauch und anfallende Abfälle meist negative ökologische Auswirkungen. Ein geringerer Einsatz von Baumaterialien, die Nutzung rezyklierter Materialien, die Reduzierung von Abfällen sowie die Förderung von Kreislaufwirtschaft und modularem Bauen können die Umweltbelastung deutlich minimieren. Auf das Abfallaufkommen und den Ressourcenverbrauch der Mietenden in Form von Energie und Wasser hat PLAZZA jedoch nur begrenzt Einfluss.
Geschlossene Kreisläufe in der Bau- und Immobilienbranche sind derzeit wirtschaftlich noch wenig attraktiv. Die Wiederverwendung von Baumaterialien und -komponenten verursacht in der Regel höhere Kosten als deren Entsorgung. Mittel- bis langfristig könnten sich jedoch Entwicklungen abzeichnen, die rezyklierte Materialien wirtschaftlich konkurrenzfähiger machen. Ein Engagement im Bereich der Kreislaufwirtschaft kann sich positiv auf die Reputation von PLAZZA auswirken.
Managementansatz
Zu Beginn von Bau- und Sanierungsprojekten erfolgt eine umfassende Evaluierung der Ausgangssituation unter Berücksichtigung verfügbarer wirtschaftlicher Möglichkeiten. PLAZZA hält die gesetzlichen Vorschriften und die technischen Normen im Bereich von Umwelt und Sicherheit ein und achtet in der Geschäftstätigkeit auf die Schonung der natürlichen Ressourcen und der Umwelt. So werden beispielsweise bei der Auswahl von gewissen Partnern teilweise Zertifizierungen als Voraussetzung definiert und Anforderungen bezüglich Recyclinganteilen oder Bestandteilen von Produkten gestellt. Zudem werden Geschäftspartner gebeten, Planungen mit einem geringen Ressourcenverbrauch vorzunehmen.
Bei der Renovierung der Liegenschaft «Im Tiergarten» plant PLAZZA verschiedene Massnahmen, um den Ressourcenverbrauch zu minimieren: Anstelle eines Ersatzneubaus wurde bewusst eine Sanierung gewählt, bei der die Eingriffstiefe so gering wie möglich gehalten wird. Bei den Materialien setzt PLAZZA beim Einbau von neuen Fensterrahmen auf FSC-zertifiziertes Holz und verzichtet auf den Einsatz von Beton. Zudem werden in der
Sanierung ersetzte Küchengeräte, soweit noch verwendungsfähig, als Ersatzgeräte für noch nicht sanierte Wohnungen der Überbauung verwendet oder aber einem Recyclingpartner übergeben.
Beim Neubauprojekt in Regensdorf plant PLAZZA die Zertifizierung gemäss SNBS, macht bei der Ausschreibung Vorgaben betreffend Materialauswahl (z. B. FSC- oder PEFC-Zertifizierung von Holz) und Recyclinganteilen von Beton und orientiert sich bei Produktkennzeichnungen an den Standards des Vereins Ecobau oder des SIA-Merkblatts 2030.
PLAZZA baut die Erfassung der Nachhaltigkeitsaspekte kontinuierlich aus. Die Ziele werden im Rahmen der Planungen definiert. Generell wird der Wasserverbrauch in allen Liegenschaften seit 2022 gemessen. Auch die Digitalisierung wurde im Berichtsjahr weiter vorangetrieben, alle Mietvertragsabschlüsse der Wohnliegenschaften sind wie bereits im Vorjahr digital erfolgt. Zusätzlich wurden im Berichtsjahr alle Altverträge digitalisiert, wodurch nun alle Mietverträge digitalisiert vorliegen.
Das Management des Ressourcenverbrauchs hängt stark von Stakeholdern und Branchenentwicklungen ab, was eine Herausforderung für ein Unternehmen dieser Grösse darstellt.
Wassernutzung
Das Wasser der Liegenschaften des PLAZZA-Portfolios wird an den jeweiligen Standorten von lokalen Wasserversorgern geliefert. Die Wasserdaten wurden direkt bei den jeweiligen Wasserwerken abgefragt und ohne weitere Aufbereitung in absoluten Werten sowie in Bezug auf die Energiebezugsfläche (EBF) dargestellt. Die Datenabdeckung beträgt 100 % im Berichtsjahr, d. h., die Wassernutzung aller Bestandesliegenschaften wurde erfasst.

Wie in Tabelle 5 dargestellt, ist die absolute Wassernutzung im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, da zwei neue Liegenschaften in das Bestandesportfolio aufgenommen wurden. Die Wasserintensität ist gesunken und beträgt im Jahr 2025 0,81 m³ Wasser pro m² EBF (0,83 m³ Wasser pro m² EBF im Jahr 2024).
Der Gesamtwasserverbrauch bzw. die Gesamtwasserintensität der Liegenschaften wird gemäss GRESB bzw. EPRA berechnet. Zur besseren und einheitlichen Vergleichbarkeit wurde allerdings bei der Wasserintensität nicht die Geschossfläche (engl. Gross Floor Area) als Bezugsgrösse verwendet, sondern analog zu den REIDA-Kennzahlen die Energiebezugsfläche (EBF).
Biodiversität
Auswirkungen, Risiken und Chancen
PLAZZA versteht unter der Förderung der Biodiversität die Erhaltung und Neuschaffung von naturnahen Lebensräumen. Dazu zählt die Gestaltung der Aussenräume mit naturbelassenen, unversiegelten Flächen, Retentionsflächen, Feuchtbiotopen sowie Bäumen und Hecken. Das Biodiversitätsmanagement ist sowohl in der Planung als auch in der Entwicklung und Bewirtschaftung der Liegenschaften relevant.
Ergriffene Massnahmen im Bereich Biodiversität können negative Auswirkungen von Bestandesimmobilien oder Entwicklungsprojekten auf natürliche Lebensräume reduzieren. Zudem kann eine geringere Versiegelung von Flächen das städtische Klima und die Luftqualität verbessern, was das Wohlbefinden der Bewohnenden erhöht. Die steigenden Anforderungen an den Schutz der Biodiversität können jedoch die Bautätigkeiten verteuern oder verzögern. Andererseits können ökologische Aufwertungsmassnahmen die Attraktivität der Liegenschaften von PLAZZA erhöhen und die Lebensqualität der Mietenden verbessern. Ein Engagement in diesem Bereich kann die Reputation und die Attraktivität der Immobilien von PLAZZA stärken.
Managementansatz
Zu Beginn von Bau- und Sanierungsprojekten erfolgt eine umfassende Evaluierung der Ausgangssituation und der Risiken. Daraufhin werden Planungen und Prozesse gezielt angepasst. PLAZZA hält die gesetzlichen Vorschriften und die technischen Normen im Bereich von Umwelt und Sicherheit ein. PLAZZA nimmt zunehmend Überlegungen im Bereich der Biodiversität in ihre Geschäftstätigkeit auf, wie in folgenden Initiativen und Massnahmen dargestellt.
Für möglichst alle Entwicklungsprojekte sowie bis 2028 für rund 85 % der Nutzflächen werden die SNBS-/SGNI-Zertifizierungen angestrebt. Je nach Gegebenheiten sind Aufwertungen bei der Begrünung vorgesehen, zum Beispiel durch artenvielfaltfördernde Bepflanzung. Partner werden gebeten, die Biodiversitätsförderung in ihre Planungen aufzunehmen. Bei anstehenden Sanierungsprojekten wird zudem die Mieterschaft in die Planung einbezogen.
PLAZZA hat wesentliche Neubau- und Sanierungsprojekte, bei denen Biodiversität eine Rolle spielt. Bei diesen Planungen wird auch die Aussenraumgestaltung aufgenommen und auf wirtschaftliche Angemessenheit hin beurteilt.
Beim Projekt in Crissier wurde im Jahr 2014 zunächst eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt. Anschliessend wurden im Rahmen der ersten Etappe verschiedene Massnahmen zur Förderung der Biodiversität umgesetzt. Dazu gehören unter anderem die Entfernung von invasiven Arten samt Untergrund, das Erschaffen eines Froschteichs als ökologischer Ausgleichsfläche, das Ausbringen von mineralischen Böden zum Schutz der Blauflügeligen Ödlandschrecke sowie die Umsetzung einer angemessenen Bepflanzung.
In der Liegenschaft «Im Tiergarten» werden verschiedene Massnahmen der Aussenraumgestaltung geplant. Unter anderem sind die Aufwertung von Rasenflächen durch Blumenrasen und die stellenweise Umwandlung von Hecken-Monokulturen zu einer Mischhecke in Planung. Zudem vermeidet PLAZZA die Pflanzung invasiver Pflanzenarten und verwendet schwerpunktmässig einheimische Arten bei der Bepflanzung von Grünflächen. Als weitere Massnahmen sollen Nisthilfen sowie Insektenhotels geschaffen werden. Die Gestaltung der Umgebung wurde im Berichtsjahr unter Einbezug der Mietenden festgelegt.
Im Entwicklungsprojekt Regensdorf werden Biodiversitätsaspekte in der Planung der Aussenräume berücksichtigt. So erfolgt zum Beispiel die Bepflanzung mit einheimischen und standortgerechten Arten. Invasive Neophyten der Schwarzen Liste bzw. der Watchlist sind im Projekt nicht vorgesehen. Zur Begrenzung möglicher Beeinträchtigungen wird die Aussenbeleuchtung bedarfsgerecht und mehrheitlich nach unten ausgerichtet. Bei der Gestaltung der Parzellengrenzen wird auf die Durchlässigkeit für Kleintiere geachtet.
*Sämtliche Seitenverweise beziehen sich auf den Geschäftsbericht 2025.
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